Psychische Belastungen gefährden den Ausbildungserfolg junger Menschen und kosten Betriebe im Schnitt rund 20.000 Euro je Ausbildungsabbruch. Eine gemeinsame Studie der Bertelsmann Stiftung und des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, was Unternehmen tun können, um Auszubildende besser zu unterstützen.

IW und Bertelsmann Stiftung | 2026
Knapp 20 Prozent der Auszubildenden fühlen sich durch ihre Ausbildung fast immer oder häufig emotional belastet und fast drei Viertel derjenigen mit stark eingeschränktem Wohlbefinden denken ernsthaft über einen Ausbildungsabbruch nach. Das zeigt eine kombinierte Befragung von 929 Auszubildenden und 1.188 Unternehmen, die die Bertelsmann Stiftung und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Rahmen des Projekts Netzwerk Q durchgeführt haben.
Die Studie macht deutlich: Mentale Gesundheit ist keine Randerscheinung, sondern eine Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung. 62 Prozent der befragten Betriebe berichten, dass psychische Belastungen die Produktivität ihrer Auszubildenden beeinträchtigen. Gleichzeitig weiß nur gut ein Drittel der Auszubildenden von den Unterstützungsangeboten im eigenen Betrieb und 35 Prozent sprechen Belastungen aus Angst vor Nachteilen gar nicht erst an.
Die Studie liefert konkrete Erkenntnisse darüber, wo Handlungsbedarf besteht und was Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen und Politik tun können, um Auszubildende zu stärken, Abbrüche zu vermeiden und Nachwuchskräfte zu halten.
Die Studie steht auf dieser Seite als PDF zum Download zur Verfügung.