Michael von Hertell ist Leiter der Berufsausbildung bei der REHAU AG. Im Interview verrät er uns, worauf es ihm in der Ausbildung ankommt und welche digitalen Tools im Alltag unverzichtbar sind.
Beruflich arbeite ich komplett digital. Ich habe ein papierloses Büro und nutze alle verfügbaren EDV-Systeme. Aufgaben und Tasks organisiere ich über Trello. Virtuelle Whiteboards und Videokonferenzen gehören zu mein alltäglichen beruflichen Leben.
Privat sieht es ähnlich aus. Smartphone und Tablet sind meine ständigen Begleiter - sei es beim Einkaufen über verschiedene Onlineshops bis hin zu den Social Media Aktivitäten.
In meinem Alltag steht immer der Mensch im Vordergrund. Die Auszubildenden sollen die bestmögliche Ausbildung erhalten, um sie fit für die Zukunft zu machen. Am Herzen liegt mir die Lernprozessbegleitung. Sie soll die Stärken und die berufliche Handlungskompetenz fördern. Das Ausbilder-Team soll Innovationen anstoßen und vorantreiben.
Von den Auszubildenden erwarte ich vor allem Neugier und eine starke Motivation, sich auf die Ausbildung und die Ausbilder: innen einzulassen. Hinzu kommt natürlich eine hohe Eigenverantwortung. Wichtig ist mir auch, dass Misserfolge den Ehrgeiz wecken, um sich zu verbessern und die eigenen Leistungen zu steigern.
Die Azubis wiederum erwarten von uns Zuverlässigkeit, dass wir sie während der Ausbildung intensiv begleiten, sie beim selbstständigen Arbeiten unterstützen und sie stärken, ihr Potential zu entfalten. Ein modernes Arbeitsumfeld und gut ausgebildete Ausbilder sind für Azubis natürlich ebenso wichtig.
Gerade die junge Generation im Unternehmen zeigt uns, dass das Smartphone ein wichtiger Bestandteil im Leben der Azubis ist. Dies wollen wir uns als Unternehmen natürlich zu Nutze machen. Smartphones sollen in Zukunft stärker in der Ausbildung eingebunden werden. Über das Internet ist Wissen immer und überall verfügbar. Dies müssen wir auch im Ausbildungsalltag spiegeln und leben.
Unser Ausbildungsmanagement-System ist ein wesentlicher Bestandteil des Alltags. Hinzu kommen die berufsspezifischen Computerprogramme und auch Messenger-Dienste wie WhatsApp. WhatsApp nutzen wir bereits intensiv in der Kommunikation mit unseren Azubis.
In Zukunft wird digitales Lernen über entsprechende Lernmanagementsysteme wichtiger. Aus meiner Sicht wird auch Blended Learning einen höheren Stellenwert im Unternehmen bekommen.
Der Smart Notebook Schrank ist aus einem Abschlussprojekt von zwei Elektronikern hervorgegangen. Er "beherbergt" mehrere Notebooks, die die Azubis bei Bedarf über ihren betriebsinternen Ausweis ausleihen können. Die Arbeitsprozesse innerhalb des Ausbildungszentrums werden durch diesen smarten Schrank vereinfacht. Das schont auch die Ressourcen der Ausbilder.
Die Einblicke in neuen Arbeitsmethoden und Denkweisen haben meinen Horizont erweitert. Auch das Networking mit anderen Unternehmen ist ein Mehrwert. Insgesamt habe ich aus jeder Maßnahme einen Nutzen herausgezogen.