Making of Lernvideos: Zu Besuch bei Bernard Krone

Immer mehr Unternehmen setzen auf digitale Lernmedien in ihrer Ausbildung. Besonders Lernvideos erfreuen sich an großer Beliebtheit, denn sie schaffen Flexibilität, sind vielseitig einsetzbar und erhöhen die Motivation. Auch im NETZWERK Q 4.0 haben wir bereits zahlreiche Lernvideos für unsere Q 4.0 Trainings im Blended-Learning-Format produziert.

An dieser Stelle nehmen wir dich mit hinter die Kulissen. Wir zeigen dir, wie wir ein Lernvideo für unser Q 4.0 Training „Industrieller Einsatz von additiver Fertigung – auch in der Ausbildung“ produziert haben. Gedreht wurde in der Maschinenfabrik Bernard Krone im niedersächsischen Spelle. Peter Kottmann, der Ausbildungsleiter der Mechatronik, berichtet von den ersten Schritten, die Zusatzqualifikation „Additive Fertigungsverfahren“ im Betrieb für die Auszubildenden anbieten zu können. Der Betrieb hebt sich damit von anderen Unternehmen in der Region ab und erhöht damit auch die Attraktivität für potenzielle Bewerber:innen. 

Lernvideos sollten vor dem Dreh gut durchdacht sein

Nachdem du die Lernziele für dein Medium klar formuliert hast, geht es an die Gestaltung der inhaltlichen Ebene. An dieser Stelle ist es wichtig, Antworten auf folgende Fragen zu haben: Welchen Zweck hat dein Video? Welche Lernergebnisse erhoffst du dir?

Nun befindest du dich auch schon mitten im Drehbuch – dem sogenannten Storyboard. Im Storyboard hältst du neben Aspekten wie Ort, Videolänge und der Art des Videos auch die Kerninhalte bzw. den roten Faden fest. Für dein Lernvideo kann es sinnvoll sein, verschiedene Perspektiven zu beleuchten, zum Beispiel die eines Ausbildungsleiters, eines Ausbilders und einer ehemaligen Auszubildenden.

Hinweis:
Je nachdem, welche Qualität du dir als Ausbilder:in wünschst und welchen eigenen Anspruch du hast, kann der Prozess bis zum fertigen Lernvideo sehr umfangreich sein. Das Gute ist: du entscheidest selbst, wie viel Aufwand du betreiben möchtest. In jedem Fall lohnt es sich, im Vorfeld ausreichend Zeit in die Planung zu investieren.

© make/c / Markus Lompa

Das Storyboard ist leitendes Dokument für den Videodreh

Die Basis steht. Jetzt geht es an die detailliertere Beschreibung der einzelnen Szenen. Die Szenen sind idealerweise tabellarisch aufgebaut. In der ersten Spalte haben wir die Inhalte in Form von Leitfragen beschrieben. Leitfragen bringen viel Flexibilität, sodass die interviewten Personen in freier Form antworten können.

Das macht es authentischer. In den nächsten beiden Tabellenspalten werden die beteiligten Personen und der Ort der Aufnahme festgehalten. Über eine vierte Spalte haben wir die Bildebene beschrieben. Denn gerade, wenn auf der Audiospur über bestimmte Produkte oder Softwareoberflächen gesprochen wird, sollte sich diese Informationen auch auf der Bildebene wiederfinden. 

Mit dem Storyboard in der Tasche und einer Agentur an der Seite ging es dann zur Maschinenfabrik Bernard Krone. Vor uns standen anderthalb Drehtage. Ein halber Tag war allein für das Festlegen der einzelnen Drehpositionen der interviewten Personen und Kameras sowie dem Lichtaufbau vorgesehen. 

Am darauffolgenden Tag starteten die ersten Aufnahmen bereits am Morgen. Beim Szenenwechsel fand ein kurzer Umbau des Equipments statt. Nach 7 Stunden war die letzte Szene im Kasten.  

Plane für die Postproduktion ausreichend Zeit ein

Bei den Aufnahmen handelt es sich um Rohmaterial, das in der Post-Produktion bearbeitet werden muss. Die einzelnen Szenen werden gesichtet, ausgewählt, zusammengelegt und geschnitten. Die Übergänge, man spricht auch von den Blenden, werden erstellt und Bauchbinden werden integriert. 

Zuletzt wird eine weitere Audiospur in Form von Musik unterlegt. Das rundet das Lernvideo ab. 

Ist das Video fertig geschnitten, kann es im entsprechenden HD-Format ausgeliefert, spricht konvertiert, werden. Achte auf eine gängige Komprimierung (Codec) wie beispielsweise mp4. 

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