KI in der Ausbildung: Einstieg, Tools & Praxis-Tipps

Drei Personen sitzen an einem Tisch in einem Konferenzraum. Ein Mann in einem blauen Hoodie spricht, während die anderen beiden Frauen ihm zuhören. Im Hintergrund ist ein Bildschirm mit komplexen, grafischen Darstellungen zu sehen.

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst im Ausbildungsalltag angekommen. Auch du als Ausbilderin oder Ausbilder kannst KI gezielt einsetzen, um Zeit zu sparen, Materialien zu erstellen oder neue Ideen zu entwickeln. Doch wo fängt man am besten an, wenn man noch keine Erfahrung gesammelt hat? Welches Tool eignet sich wofür? Und was muss man dabei beachten? Dieser Fachbeitrag gibt dir einen kompakten Überblick mit konkreten Praxisbeispielen für deine Ausbildung.

Was ist KI eigentlich?

Im ersten Schritt schauen wir uns an, was Künstliche Intelligenz eigentlich genau ist. Dazu richten wir den Blick zurück in das Jahr 1956 am Dartmouth College. Hier trafen sich 20 junge Wissenschaftler mit dem Ziel, Computern das Denken beizubringen. Sie wollten eine Maschine bauen, die menschliche Intelligenz simuliert. Die Frage war: Wie nennt man diese Maschine? Dies war die Geburtsstunde der Künstlichen Intelligenz. Für dich als Ausbildungspersonal ist es wichtig zu wissen: Die Künstliche Intelligenz simuliert auch heute lediglich eine menschliche Intelligenz.

Was KI nicht kann – und warum Kontrolle wichtig bleibt

Heutzutage haben wir oft das Gefühl, dass die KI kurz davorsteht, intelligenter als der Mensch zu sein. Das ist jedoch noch lange nicht der Fall. Vielmehr können wir die KI als Erweiterung der menschlichen Intelligenz sehen. Entgegen vieler Science-Fiction-Filme ist die KI kein allwissendes, zerstörerisches Programm, sondern ein Tool, das Aufgaben schneller und einfacher lösen kann als der Mensch – aber in jedem Fall überprüft werden muss.

Das liegt vor allem daran, dass die KI lediglich kognitive Tätigkeiten nachahmt. Sie berechnet mit ihrem Algorithmus die statistisch wahrscheinlichste Antwort auf unsere Frage. Die KI schreckt dabei auch nicht davor zurück, Inhalte zu erfinden („halluzinieren“), um uns genau das zu liefern, was wir scheinbar hören wollen. Dennoch sind die Texte, Analysen, Bilder und Grafiken, die wir erstellen lassen können, faszinierend.

Wie die Künstliche Intelligenz arbeitet

Es ist beeindruckend, wie schnell die KI zum Beispiel unsere Route korrigiert, wenn wir in einen Stau zu geraten drohen. Doch woher weiß Google Maps das? Google füttert den Algorithmus mit anonymisierten Standortdaten der Nutzer. Das Programm erkennt, wenn viele Nutzer hintereinander auf einer Straße langsamer werden, und schließt daraus auf einen Stau. Die riesigen Datenmengen bilden die Grundlage jeder Entscheidung, die Google Maps vorschlägt.

Genauso werden auch textgenerierende KIs wie Gemini oder ChatGPT trainiert. Die Modelle erhalten Unmengen an Text zur Analyse und lernen so, wie sie Antworten möglichst menschlich generieren können. Dabei „lernen“ sie nicht nur, sich auszudrücken, sondern eignen sich auch die Informationen an, die in den Texten enthalten sind. So kann die KI die erlernten Inhalte in neu zusammengestellten Texten ausgeben.

Diese Beschreibung ist vereinfacht, verdeutlicht aber, wie die Modelle Wissen erwerben. Durch fehlerhafte Quelltexte oder unkorrekte Rückschlüsse kommt es jedoch immer wieder zu Fehlinformationen. Das heißt: Ergebnisse einer KI müssen unbedingt auf Wahrheit und Richtigkeit geprüft werden. Ähnlich wie Wikipedia ist die KI nicht als alleinige zuverlässige Quelle anzusehen. Sie hilft allerdings dabei, schnell einen Überblick über ein Thema zu bekommen, um dann spezifische Nachfragen zu stellen.

Welche Tools helfen am Anfang?

Für den Einstieg empfehlen wir einen Chatbot. Mit Modellen wie Gemini, ChatGPT oder Copilot kannst du Texte erstellen, zusammenfassen oder Bilder generieren lassen. Bereits in der kostenfreien Variante lässt sich viel ausprobieren. Das hilft dir sowohl bei der Recherche als auch bei der Erstellung von Unterrichtsmaterial. Der erste Schritt besteht vor allem darin, den Mut zu haben, dem Chatbot Fragen und Aufgaben zu stellen und die Ergebnisse kritisch zu prüfen.

Bei welchen Aufgaben hilft die KI?

Ein erster Versuch könnte sein, bestehende Arbeitsanweisungen in einfache Sprache zu übersetzen. Dafür reicht es, in die Befehlszeile (den sogenannten „Prompt“) einzugeben: „Erstelle mir aus dieser Datei eine Arbeitsanweisung in leichter Sprache.“ Über das Upload-Symbol kannst du die Datei anhängen. Du kannst auch direkt die Zielgruppe definieren: „Erstelle die Anweisung so, dass sie ein Auszubildender im ersten Lehrjahr versteht.

Ein weiteres Beispiel ist die Erstellung eines Quiz. Die Anweisung könnte lauten: „Erstelle mir ein Quiz mit 6 Fragen und jeweils 3 Antwortmöglichkeiten zum Thema Arbeitssicherheit in der Berufsausbildung.“ Schon liefert die KI einen Entwurf, den du direkt im Unterricht testen kannst.

Entdecken – Verstehen – Anwenden

Die meisten KI-Systeme bieten kostenfreie Testphasen oder dauerhafte Gratis-Kontingente an. Wichtig ist, einfach zu beginnen und sich nicht von der Flut an Möglichkeiten abschrecken zu lassen. KI-Kompetenz entsteht durch Ausprobieren.

Gehe Schritt für Schritt vor:

So entwickelst du Sicherheit im Umgang mit KI in der Ausbildung.

Um dir den Start zu erleichtern, bieten wir folgende Unterstützung an:

  • Reflektiere dein Mindset in Bezug auf KI. 
  • Entdecke die Vorteile der KI in der Berufsausbildung. 
  • Lerne, wie du KI-Tools vergleichst (z. B. Gemini vs. ChatGPT). 
  • Erforsche, bei welchen Aufgaben dir die KI helfen kann, und teste sie aus. 
  • Entdecke die Möglichkeiten, die dir das Tool Gamma bietet.

Dieser Text ist mit KI optimiert 

Dieser Fachbeitrag ist Teil des folgenden Lernpakets

Wir begleiten dich bei deinen ersten Schritten, mit künstlicher Intelligenz die Ausbildung in deinem Unternehmen zu gestalten.

Fortbildung

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